Gyokkô Shiboridashi 50 ml

Diese Shiboridashiu wurde von Umehara Hirotaka gefertigt. Die Kanne fällt durch ein unebenes Dekor auf, welches an die Rinder einer Kiefer erinnert und daher auch matsukawa (松皮) genannt wird. Gebrannt wurde diese Kanne im Oxidationsbrand, weswegen der Scherben eine typisch tote Färbung angenommen hat, die durch den hohen Eisenanteil im Ton (shudei) hervorgerufen wird. Durch die Streifen erhält die Kanne eine interessante Haptik. Innen befindet sich ein feines Keramiksieb, aufgrund der Größe eignet sich die Kanne besonders gut für die Zubereitung von Kabusecha und Gyokuro. Umehara Hirotakas Künstlername lautet Gyokkô II. (玉光, Juwelenfunkeln). Er ist ein bekannter Kannenhersteller aus Tokoname.

 

Tokoname ist der älteste der „Sechs alten Öfen“. In der heutigen Präfektur Aichi werden schon seit dem Jahr 1100 Keramiken gebrannt. In der Anfangszeit konzentrierten sich die Töpfer auf die Herstellung unglasierter Gebrauchskeramik. Um 1200 war es mit ca. 3000 Brennöfen das größte Keramikzentrum Japans.

1840 versuchten die ersten Töpfer in Tokoname, mit eisenhaltigem Ton Yixing-Keramiken zu imitieren. Für die rote shudei-Keramik benötigt man die feinkörnigste Fraktion eines sehr eisenhaltigen Tons, der unter Reisfeldern zu finden ist.

 

Als man feststellte, dass Tee aus Tokoname-Utensilien besser schmeckt, wuchs die Nachfrage. Ab 1860 versuchten Tokoname-Töpfer die polierte Fläche der Yixing-Keramiken zu kopieren. 1877 schafften sie es mithilfe des chinesischen Gelehrten Jin Shi Heng und anderer Spezialisten. Die Oberfläche der Kanne muss mit einem Metallspatel sorgfältig poliert werden, damit sich der Ton verdichtet. Tokoname ist heute bekannt für die bunte Vielfalt der Seitengriffkännchen (kyûsu).  Neben modernen Formen, Dekoren und Farben werden auch die traditionellen roten Kännchen produziert, die wie ihre Vorbilder aus China mit Gedichten verziert sein können.

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Yamada Jôzan IV. Kyûsu 270 ml

Steinzeug

Linkshänder-Kanne 

 

Der 1954 in Tokoname geborene Yamada Jôzan ist die vierte Generation der Familie Yamada, die seit den 1880er Jahren zu den führenden Herstellern von Teezeremoniegeschirr in Tokoname gehört. 

Sein Vater war der lebende Nationalschatz Yamada Jôzan III., der 2005 verstarb. Ein bekannter Schüler von Yamada Jôzan III. ist übrigens Murakoshi Fûgetsu (村越風月).

Wie bei traditionellen japanischen Handwerkern üblich, hat er als Sohn die Techniken nie direkt von seinem Vater und Lehrer gelernt, sondern sich durch Beobachtung selbst beigebracht. Er betrachtet seine Werke als Kunstwerke, die nach Schönheit streben, und nicht nur als Werkzeuge für die Teezubereitung. Sein Ziel ist es, Stücke zu schaffen, die nicht nur schön anzusehen, sondern auch praktisch und leicht zu benutzen sind.

 

Die Kanne wurde aus natürlichem Tokoname-Ton getöpfert, was man auch an der rauen Struktur der Oberfäche gut erkennen kann. Die Familie verfügt über eigene Reserven, die schon die Generationen vor ihnen gesichert haben. Dieses Stück wird in einer signierten Holzschachtel (tomobako) geliefert.

 

Auch Tokoname hat sich weiterentwickelt, und es ist schwieriger als früher, gute Tonerde zu bekommen.

Aber zum Glück hatten die vorherigen Generationen große Mengen an guter Tonerde eingelagert. Diese besondere Tonerde ist etwas rauer und bei manchen Stücken etwas körniger. Jôzan IV. gewann zahlreiche Preise und wurde mehrfach von NHK (japanischer TV-Sender)  porträtiert. Aufgrund seines hohen Alters produziert er nur noch wenige Stücke, daher bin ich umso glücklicher, dieses anbieten zu können. Dieses Stück wird in einer signierten Holzbox (tomobako) geliefert.

 

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